Lieber neuartig als alt und artig
Das Wortspiel in der Überschrift ist ein Hinweis darauf, was bei der Antwort auf Frage 1 zu bedenken ist. Die Erinnerung eines im Handel tätigen netten Menschen an einen zu schreibenden Text bringt Ihnen diesen Beitrag ein.
Tee gib es schon seit ewigen Zeiten. Und als die ersten Sammler erkannten, dass man “überschüssige” Mengen prima gegen andere Dinge eintauschen kann, schlug die erste Stunde des Teehandels.
Von da bis zum etwas miefigen Teeladen mit gefühlt staubigen Regalen waren es ein paar Jahrhunderte. In den Regalen begannen sich irgendwann Teemischungen zu tummeln, die eines gemeinsam hatten: Irgendwer im Laden, im Labor oder sonstwo dachte sich diese aus und der Rest der Welt konnte die nun trinken (Erfolg!) oder auch nicht (Mißerfolg!). Dieses riskante Spiel von Versuch und Irrtum kann schlecht angewendet teuer werden und wirkt damit nicht günstig für Gründer. Wenn man das Risiko des Irrtums ausschalten könnte, wäre das doch pfiffig, oder? Das gibt es auch. Und zwar z.B. bei allmytea, wo sich jeder nach Herzenslust aus einer Zutatenliste SEINEN PERSÖNLICHEN Tee mischen lassen kann. Das macht experimentierfreudigen Menschen sicher mehr Spaß als der Kauf vorgefertigter Sorten, wo oft von diesem oder jenem zu viel oder zu wenig drin ist. Als ich vor einiger Zeit eine Probe zugesandt bekam, war das wirklich lecker, wenngleich ich auch mischfaul war und mich auf die Empfehlung des Obermixers Andreas Unger verlassen habe.
Die Moral, die ich hier gern heraus heben möchte: Wenn Sie aus der Konvention “hier mixt der Chef selbst” und dem Risko “am Markt vorbei” heraus wollen, KANN es eine Lösung sein, nur die Dinge zu machen, die die Kunden real nachfragen. Gibt es das an einer Stelle noch nicht, wo Sie das gern hätten? Dann ist das vielleicht Baustein Ihres Geschäftsgegenstandes…